Klimaschutz

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Beratung - Terminvereinbarung

Die Gemeinde Neunkirchen a.Sand bietet zum Thema „Klimaschutz“ ein Beratungsgespräch mit Herrn Wiesinger an.

Hierzu können Sie entweder einen Termin telefonisch oder per E-Mail vereinbaren.

Die Kontaktdaten lauten: 

Kommunale Wärmeplanung

Warum kommunale Wärmeplanung?

Der CO2-Ausstoß, der durch die Beheizung von Gebäuden verursacht wird, muss deutlich verringert bzw. komplett eingestellt werden. Mit den derzeit eingesetzten Brennstoffen ist dieses Ziel nicht erreichbar. Bei der kommunalen Wärmeplanung wird diese Aufgabe strukturiert angegangen und nach Lösungen gesucht.

Im Kommunalen Wärmeplanungsgesetz ist unter §1 zu lesen:

„ … einen wesentlichen Beitrag zur Umstellung der Erzeugung von, sowie der Versorgung mit Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme auf erneuerbare Energien, unvermeidbare Abwärme oder einer Kombination hieraus zu leisten, zu einer kosteneffizienten, nachhaltigen, sparsamen, bezahlbaren, resilienten sowie treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis spätestens zum Jahr 2045 (Zieljahr) beizutragen und Endenergieeinsparungen zu erbringen …“

 

Es geht also um das Auffinden von neuen Wärmequellen, die bei ihrer Nutzung kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre freisetzen.

Diese Quellen sollen wirtschaftlich nutzbar sein und eine hohe Resilienz aufweisen.

Unter „Resilienz“ also „Robustheit“ kann man zum einen die dauerhafte und uneingeschränkte Verfügbarkeit verstehen, zum anderen sollte auch eine möglichst hohe Preisstabilität erwartet werden können. Und das für viele Jahrzehnte.

Die Gemeinde Neunkirchen am Sand führt die kommunale Wärmeplanung in Eigenregie durch. Der Prozess, der dabei zu durchlaufen ist, wurde von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorgegeben und umfasst im Wesentlichen die Schritte:
  • Eignungsprüfung
  • Bestandsanalyse
  • Potenzialanalyse
  • Zielszenario
  • UmsetzungsstrategieF
Für die Umsetzung des Prozesses wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Verwaltung, Mitglieder des Gemeinderats sowie des Bürgermeisters gebildet.

Es wurden die folgenden Potenziale betrachtet und hinsichtlich der Vorgaben aus dem WPG bewertet:

  • Holz
  • Biogas
  • Deponiegas
  • Abwasser
  • Trinkwasser
  • Abwärme aus technischen Prozessen
  • Umwelt

Bewertung der Quellen und Potenziale

Laut digitalem Energienutzungsplan des Landkreises (S. 50) ist die nachhaltige Holznutzung, also lediglich so viel Holz aus Wäldern zu entnehmen, wie im gleichen Zeitraum nachwächst, so gut wie ausgeschöpft.

Holz ist ein CO2-Speicher, der neben der energetischen Nutzung auch eine konkurrierende stoffliche Nutzung bietet. Diese stoffliche Nutzung wird derzeit weltweit weiterentwickelt und ausgebaut, so dass eine starker Anstieg des Holzpreises zu erwarten ist.

Die Forderung der Resilienz und der Wirtschaftlichkeit ist für diesen Energieträger nicht gegeben.

Von dieser Einschätzung völlig unabhängig, ist es jedem Waldbesitzer und Nutzer auch weiterhin möglich, in Hackschnitzelkessel für sich oder daran angebundene Nahwärmenetze zu investieren. Der Energieträger Holz gilt als CO2-neutral.

Es bestehen derzeit keine Biogasanlagen auf dem Gemeindegebiet.

Das in der Kreismülldeponie entstehende Gas wird derzeit gezielt über eine Fackel verbrannt. Die Gasmenge eignet sich nicht für eine wirtschaftlich betreibbaren Aufbereitung und energetische Nutzung. Dadurch, dass schon längere Zeit kein neuer Abfall und auch keine Feuchtigkeit in die Deponie eingebracht wird, nimmt die entstehende Gasmenge kontinuierlich ab.

Die Kläranlage des ZV Schnaittachtal liegt auf dem Gemeindegebiet. Sie wird in den nächsten Jahren nach und nach neu gebaut. Dabei besteht die Möglichkeit, eine gewisse Wärmemenge auszukoppeln. Die erzielbare Menge wird voraussichtlich wirtschaftlich nicht weit transportiert werden können.

Ggf. wird es dazu eine weiterführende Betrachtung geben.

Es ist denkbar, das Trinkwasser an einer zentralen Stelle abzukühlen und die damit gewonnene Energie als Raumwärme zu verwenden. Eine erste Mengenabschätzung hat ergeben, dass dies voraussichtlich nicht wirtschaftlich darstellbar sein wird.

Bei dieser Art der Energienutzung sind die Aspekte Resilienz und Wirtschaftlichkeit zu betrachten.

Sollte ein Unternehmen nennenswerte Abwärme-Potentiale haben, stellt sich die Frage, was geschieht, wenn dieses Unternehmen die Produktion einstellen sollte. Eine ausreichende Resilienz ist hier meist nicht gegeben um z.B. ein Nahwärmenetz aufzubauen und über Jahrzehnte zu betreiben.

Sollten die Energiepreise steigen, werden sich damit auch effizienzsteigernde Maßnahmen im Betrieb rechnen, die bis dahin wegen Unwirtschaftlichkeit nicht umgesetzt wurden. Danach besteht evtl. das vorher ausgewiesene Potential nicht mehr.

Das Potenzial der Umweltwärme ist, mit menschlichen Maßstäben gemessen, unbegrenzt. Und die Energie ist kostenlos.

Lediglich das Erschließen dieser Energiequelle und der Betrieb der technischen Einrichtungen hierfür ist mit Aufwand verbunden, aber kalkulier- und steuerbar.

Konkret bedeutet das bei uns, dass die Umweltwärme entnommen und mit Wärmepumpen auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht werden muss.

Die Umweltwärme kann aus den Medien Luft, Grundwasser und Erdreich gewonnen werden. Oberflächenwasser wäre in der Pegnitz ausreichend vorhanden, aber zu weit weg von den Nutzern um das Potenzial wirtschaftlich erschließen zu können.

Zielszenario

Die Punkte Zielszenario und Umsetzungsstrategie sind noch nicht abschließend bearbeitet.

Es kann aber jetzt schon festgestellt werden, dass sich bisher kein Anhaltspunkt für das wirtschaftliche Errichten und Betreiben einer zentralen Wärmegewinnungsanlage mit einem angeschlossenen Nahwärmenetz ergeben haben.

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